Herbst der Untertanen

von Nino Haratischwili

mit: Andrea Beblo-Krause, Nina Jacobs, Nina Niknafs
Regie: Robert Spitz

Bühnen- und Kostümbildkollektiv:               Claudia Karpfinger, Katharina Jutta Schmidt
Dramaturgie:                                                              Barbara Kastner
Regieassistenz:                                                          Katrin Gombel
Lichtgestaltung:                                                        Michael Bischoff
Tongestaltung:                                                           Philipp Kolb

"Ihre Begabung, komplizierte historische Prozesse, Revolutionen und Kriege ebenso wie menschliches Versagen, Opportunismus und Machtmissbrauch sowie individuelle Katastrophen in sinnliche Geschichte und großartige Frauenfiguren zu fassen, erinnert an Brechts 'Mutter Courage' und seinen 'Kaukasischen Kreidekreis'."
Zur Verleihung des Bertolt-Brecht-Preises an Nino Haratischwili

Draußen herrscht Bürgerkrieg: Es wird demonstriert, man hört Schüsse und Schreie. Der Krieg dringt durch alle Ritzen des verbarrikadierten Hauses, in dem drei ungleiche Frauen festsitzen. Trotz der Ausnahmesituation versuchen sie, am Alltag festzuhalten: Die Köchin Rina hofft auf die Wiederherstellung althergebrachter Hierarchien und bereitet jeden Abend ein Mahl für die geflohene Herrschaft zu, um diese jederzeit gebührend empfangen zu können. Die Haushälterin, die zynische Kaela, versucht die sinnlos gewordenen Regeln des Hauses zu unterminieren und dabei die völlig überforderte jugendliche Aushilfe Luci auf ihre Seite zu ziehen. Luci, hin- und hergerissen, will es beiden recht machen, aber eigentlich möchte sie nur weg, zurück in ihr Land, das es vielleicht gar nicht mehr gibt.

Aus der Sicht von drei Frauen erzählt „Herbst der Untertanen“, ohne weibliche Klischees zu bedienen, von den seelischen Verheerungen, die Krieg anrichtet und deren Folgen, die in die Täterschaft führen: zu Machtmissbrauch, Erniedrigung, Gewalt. Die drei Frauen schaffen sich ihr eigenes Schlachtfeld, bis die alten Wunden – Geschichten von Verrat, Flucht und Vertreibung – wieder aufbrechen.

Premiere am 12.10. 2018 20 Uhr
weitere Vorstellungen: Sa 13.10./Mi 17.10./Do 18.10./Fr 19.10./Sa 20.10. jeweils 20 Uhr
So 21.10. 18 Uhr!
Mi 24.10./Do 25.10./Fr 26.10. jeweils 20 Uhr
Ticketpreis: € 18.- / ermäßigt € 12.-

Produktion: Theater Werkmünchen
eine Unternehmung des Inkunst e.V.